Wurden echte Skelette verwendet und hat das den „Fluch“ ausgelöst?
Die Requisitenabteilung schonte ihr Budget –
Ja und nein, in der berühmten Pool-Szene von Poltergeist (1982) wurden tatsächlich echte menschliche Skelette verwendet. Hauptdarstellerin JoBeth Williams erfuhr dies erst Jahre später. Aus heutiger Sicht wirkt das makaber, war aber in der Filmindustrie der 70er und 80er Jahre eine gängige und rein pragmatische Praxis.
Warum wurden echte Knochen genutzt?
- Kosteneffizienz: In den frühen 80ern war es deutlich günstiger, medizinische Skelette (die damals legal über Fachhändler aus Indien bezogen wurden) zu kaufen, als realistische Nachbildungen aus Kunststoff oder Gummi anzufertigen. Kunststoffskelette sahen damals oft „zu künstlich“ aus oder waren in der Herstellung sehr teuer.
- Realismus: Echte Knochen reagierten unter Wasser und im Schlamm physikalisch korrekter als leichte Plastikmodelle, die zum Aufschwimmen neigten.
Einordnung zur „Fluch“-Theorie:
- Kein Einzelfall: Poltergeist war bei weitem nicht der einzige Film, der echte Skelette nutzte. Auch in Klassikern wie Psycho (1960), Beim Sterben ist jeder der Erste (1972) oder Texas Chainsaw Massacre (1974) kamen echte menschliche Überreste zum Einsatz, ohne dass dort ein „Fluch“ heraufbeschworen wurde.
- Respektvoller Umgang: Die Skelette wurden über offizielle medizinische Zulieferer erworben, die diese für Universitäten und die Wissenschaft bereitstellten.
- Fazit: Die Verwendung echter Skelette war eine Entscheidung der Requisitenabteilung, um das Budget zu schonen. Es gibt keinen rationalen Zusammenhang zwischen der Nutzung dieser medizinischen Lehrmittel und den späteren, medizinisch erklärbaren Todesfällen der Schauspieler.